Fr., 24. Juni

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Milla

THE KINGS OF DUBROCK

THE KINGS OF DUBROCK

24. Juni, 20:00

Milla, Holzapfelstraße 28, 80339 München, Deutschland

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THE KINGS OF DUBROCK – DUBBIES ON TOP Q: Hallo! Wer sind Sie und was wollen Sie von uns? Mein Name ist Jacques Palminger, und ich möchte Sie auf diesem Wege persönlich darauf hinweisen, dass am 27. Mai 2022 die KINGS OF DUBROCK – DUBBIES ON TOP LP veröffentlicht wird. Wenn Sie mit dem Material der Gruppe bekannt sind, werden Sie sich den quietschgelben Tonträger sowieso kaufen. Wenn Sie uns aber noch nicht kennen, möchte ich Sie jetzt von der Einzigartigkeit der KINGS OF DUBROCK (TKODR) überzeugen. Q: Wer genau macht was mit wem und seit wann? Die Dubbies, wie wir uns nennen, gibt es seit 2007 in unveränderter Besetzung: Rica Blunck, Viktor Marek und Jacques Palminger. Wir haben ein musikalisches Genre entwickelt, dass wir „Dubrock“ nennen, ein Hybrid aus Dub-Reggae, New-Wave & Spoken-Word. Für unsere Freunde machen wir daraus musikalische Erlebniswelten und tanzbare Wohlfühllandschaften. Q: Was ist das Alleinstellungsmerkmal der neuen LP, ihr Unique Selling Point? „DUBBIES ON TOP“ hat alle internen Quality-Control-Stationen durchlaufen und präsentiert sich wie ein sandgestrahltes Känguru. Outernational Beats von Viktor, transzendente Stimmen von Rica und nölige Tiraden von Jacques. Dazu das knallige Cover, gestaltet von Felix Schlüter, kompromisslos reduziert auf die Kernaussage: Dubbies on Top! Q: Gibt es neben blumigen Behauptungen auch belastbare Facts? Die LP wurde in Viktor Mareks „Ebbe Road“ Studio im Feldstraßenbunker auf St. Pauli aufgenommen. Zwischen Fussballgeschrei und Domfeuerwerk nagelten wir Gitarren und Gesänge, Bässe und Brabbeleien auf die Festplatte, bis Viktor den Sack zumachte. Zeitgleich veredelte unser Freund und Flötist Lieven Brunckhorst die Songs mit Overdubs. Er spielte beseelte Saxophone, flirrende Mundharmonikas und quirlige Querflöten auf die Tracks. Das gesammelte Material verdichtete Viktor dann im Mix zu einem Dub-Truck, der so fett im Studio stand, dass wir ihn kaum auf die Straße bringen konnten. Q: Die Tracks im Einzelnen bitte! 1. ICH KANN WIEDER ZAUBERN beschreibt den Moment des Erwachens. Die Freude strömt ein, die Kräfte kehren zurück, der Nebel löst sich auf. Die lebensbejahenden Flöten lassen den Track tanzen und machen ihn so zum perfekten ersten Song. 2. GORILLAS IM NEBEL. Rica nimmt uns mit in die grüne Hölle. Sie singt über das Leben im Elefantengras, die Reise ins Nichts, die Flucht in den Untergrund. Textlich so offen gestaltet, dass sich in der genre-typischen Selbstüberschätzung jede randständige Dubrock Gruppe sofort damit identifizieren kann. Über den biegsamen Bambus-Beats hat Viktor seine Framus-Gitarre und seinen HöfnerBass in Einklang gebracht. Die Nähe zum englischen Ska ist unbedingt gewollt. Dazu die hymnischen Bläser und das mutakische Saxophonsolo: alle Dub-Däumchen hoch! 3. PAFF THE MAGIC DRAGON. Jeder kennt sie, die panischen Paffs, die Drama-Queens und Stuben-Tiger der Nachtclub-Szene. Immer mit dem Kopf durch die Wand, immer auf der Flucht, gefangen in der Achterbahn der eigenen Nussschale. Mit liebevollem Blick besingt Rica deren Sorgen und Nöte, als würde sie mit ihnen in einer Band spielen. Mit größter Leichtigkeit überschreitet sie die Grenzen zur Märchenwelt und nimmt uns mit auf einen Raketenritt ans Ende der Nacht. 4. VERBRECHERMETHODEN. Viktor Marek in full effect: Das Loop schraubt sich in den Track, der Tenor vergeht in einem schwachen Schrei, bevor ihn die Wellen der Musik verschlucken und Platz machen für die Peiniger, die ohne anzuklopfen mitten im Raum stehen. Rica beschwört, was alle sofort gespürt haben: ja, das sind Verbrechermethoden, und sie fließen direkt zurück in die prall gefüllten Tanks der Angst. Aufgeschrieben wie erlebt, wie beinahe erlebt, wie fast geträumt. Die schwindsüchtige Hirtenflöte lacht, während der Albtraum fest in Reimen gebunden auf den Tonträger gebannt wird. 5. ARMAGEDDON. Der Tag der Rache wird kommen! Mit alttestamentarischer Härte ruft Jaccomeddi zum letzten Gefecht am Berg Armageddon. Seit zwölf Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Bibelauslegungen der Rastafari und wendet seine Erkenntnisse hier wie ein Zwölfjähriger auf seine eigenen Probleme an. Getrieben wird er von einem hypnotischen Beat und einem Bläserarrangement, das es durchaus mit den Widderhörnern von Jericho aufnehmen kann. Not even the dog that piss on the wall of Babylon shall escape this judgement! 6. RUDE BOY DJANGO. Nach wenigen Sekunden steht man im Sand der Sierra Nevada. Ein blutroter Sonnenuntergang am Ende eines langen Drehtages. Django ist im Kasten, Franco Nero abgespielt. Die Dubbies beschwören in einem Western-Dub mit Italo-Gitarre und staubtrockener Mundharmonika den Hauptdarsteller, endlich von seinen Feinden abzulassen, um mit den frisch geduschten Toten den wohlverdienten Feierabend zu genießen. Harmonisch tief im Rudeboy Ska verwurzelt dringen die Dubbies in die Seele des Italieners, um ihn mit einer Weltwahrheit umzustimmen: Die Sonne liebt dich, wenn du lachst! 7. PLAYA PARANOIA. Versteckter Hinweis für Kenner: mit der geballten Arroganz echter Außenseiter präsentieren die TKODR ihre Version des Strandschlagers „Vamos a la Playa“. Getragen von einem hyperagilen New-Wave-Ska-Riddim überfliegt Rica die sandigen Grillplätze der Saison. Hochneurotisch, paranoid und lichtscheu: der Sommerhit für alle Stubenhocker, Nachteulen und Maulwürfe. 8. ALLE MÄNNER. Fernab vom merkantilen Machismo der Deutschrap-Szene erscheint Jaccomeddi vollkommen unerwartet in einem selbstgebackenen Strudel intensivster Selbstbespiegelung. Getrieben von Schuld und schlechtem Gewissen bezichtigt sich der spindeldürre Hanseat, alle Anlagen toxischer Männlichkeit in sich zu tragen, unauslöschlich eingelagert in den Wurzeln seines Oberlippenbärtchens. Im einzelnen Pinselstrich teilweise grotesk übertrieben ergibt die Summe der Doppelreime ein erschreckend überzeugendes Gesamtbild. Diese überlebensgroßen Einsichten transferiert Rica in einen Refrain von überraschender Leichtigkeit: Ich bin alle Männer, es ist alles in mir! Das eigentliche Wunder aber ist die Musik. Zaubermeister Marek legt die belastenden Inhalte auf ein Westcoast-Wasserbett. Zusammen mit dem schmerzhaft schönen Saxophonsolo entsteht eine psychedelische Entspannungshypnose mit hohem Erkenntnisgewinn. 9. DUBBY DUB. Hier sind die Dubbies in ihrem Element: Vic dubbt den Beat, der Track wird zum fliegenden Teppich, Ric & Jac heben ab, dem Echo hinterher. Wir erleben die gleichzeitige Synchronbesteigung aller Achttausender von Dubby Dub, der neuen Superheldin aus dem Dubbies-Universum. Frei von allen panischen, paranoiden und toxischen Anteilen zeigt sie uns den Weg hinauf und nimmt uns mit zum Gipfel: Dubbie Dub standing on a mountain top! Q: Wird es zur Veröffentlichung auch Konzerte geben? Selbstverständlich! Als Live-Band sind wir ein dreipoliges Powerpack, eine betörende Melange aus Kompliment und Beschimpfung, eine „Dubrock Leistungsschau“. Notierte musikalische Verabredungen wechseln sich ab mit frei improvisierten Passagen, die Übergänge sind fließend. Diese hochenergetische Mischung aus Präzision und Spielerei, Konzentration und Zerstreuung findet man sonst nur noch in der Zirkuskuppel oder im Affenhaus. Q: Ein Sprung aus den Wolken, gesichert durch drei CocktailSchirmchen? Wir können uns diese Leichtigkeit leisten, denn unsere Live-Show steht auf einem grundsoliden Fundament. Markengeräte der internationalen Spitzenklasse (MPC, Moog, Mellotron) bringen unsere musikalische Performance auf Top-Niveau. Bis zur Tour im Sommer 2022 werden wir unsere Basslast ein weiteres Mal verdoppeln. Dazu die hochkomplexen Tanzchoreographien von Rica und meine delirierenden Daddeleien auf der Melodika. Die perfekte Einschraubung in die Seelen unserer Fans! Q: Wie hoch ist der Spaßfaktor? Wer Musik nur zum Spaß macht, wird jung sterben. Das sagt Fela Kuti, und das sagen auch die TKODR. Bei uns heißt das: Arbeitszeit ist Leistungszeit! Der Besuch eines Dubrock Konzertes ist so wie eine Unterschrift unter einen Kettenbrief: Absolut verbindlich. Trotzdem gibt es natürlich witzige Stellen und Premium-Gags. Q: Wer kommt zum Konzert? Ein Dubrock Konzert ist ein roter Teppich für nervenkranke und psychisch labile Menschen. Meistens kann unsere Musik helfen, manchmal beschleunigt sie den Krankheitsverlauf. Es kommen aber auch viele Handwerker, Ex-Punks und Normalos aller Couleur. Für die älteren Gäste ist dieser Abend ein Jungbrunnen, für die jüngeren Fans eine Sause mit Lerneffekt. Q: Was kann man lernen? Es gibt Titel mit philosophischem Mehrwert wie „Uhren befummeln die Zeit“ und starke Kernsätze, die man sich tätowieren kann, wie „Besen stehen auf ihren eigenen Haaren“. Das ist dub-deep und streetwise, das sollte man sich aneignen und privat nutzen. Q: Gibt es eine sexuelle Komponente? Allein das Bandgefüge wirkt anregend. Da ist Platz für Spekulation, die Fantasie lässt ihre Hüften kreisen: Eine Frau und zwei Männer! Dazu der fleischige Bass, die fordernden Rhythmen, die verspielten Melodien, das alles ergibt eine Stimulans von erstaunlich hoher Wirkungsqualität. Q: Sind bei den Konzerten Ausschreitungen zu erwarten? Ein Dubrock Konzert ist ein Gruppenexperiment. Wie die meisten unserer Gäste sind wir rauschbegabt und druckerprobt. Wir geben dem Affen Zucker und provozieren eine maximale Entäußerung. Die zeitliche Begrenzung aber lässt die Veranstaltung nie ganz aus dem Ruder laufen. Peinliche Ausfälle wie das Nickerchen im Nassbereich gibt es bei unseren Konzerten selten. Q: Ist ein Dubrock Konzert gefährlich? Nein. Wir sind eine glückliche Band, wir beseelen den Raum, den Abend, die Menschen. Obwohl wir kicken wie Bruce Lee, tun wir niemandem weh. Wir gehen jedem Ärger aus dem Weg und agieren nach dem Diktum unseres Mentors Dillinger: Peace, love and unity is the foundation of any community!