So., 03. Apr.

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München

MICHELLE GUREVICH

Einlass 19:00 Beginn 20:00

Anmeldung abgeschlossen
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MICHELLE GUREVICH

03. Apr., 20:00 – 04. Apr., 23:00

München, Karolinenpl. 3, 80333 München, Deutschland

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Michelle  Gurevichs Geschichte beginnt, als ihr Debütalbum Party Girl, produziert  im eigenen Schlafzimmer, es irgendwie in das Land ihrer Vorfahren  schafft und bald aus den Yachten russischer Milliardäre dröhnt und als  Klingelton aus den Mobiltelefonen ukrainischer Mütter tönt. Als Tochter  einer Ballerina aus Kirow und eines Ingenieurs aus Leningrad wuchs  Michelle im kanadischen Toronto inmitten der elterlichen Plattensammlung  auf, zusammengewürfelt aus Sowjet-Sounds und europäischen 70er  Jahre-Klängen.

Ihre  ausverkauften Shows u.a. in Istanbul, Berlin, Warschau, Athen zeigen,  dass Michelle Gurevich sich erfolgreich ihre eigene Nische geschaffen  hat, die die osteuropäische Diaspora, die Berliner Queer-Szene und Fans  der melodramatischen Balladen von Charles Aznavour, Zeki Müren und  Nikolai Slichenko umfasst. Während ihre Konzerte inzwischen mehr  Live-Elemente und Musiker einbeziehen, produziert sie bis heute Musik  von zuhause aus und bewahrt sich dabei die ihr eigene Intimität und  Einzigartigkeit des Ausdrucks - aus ihrem Schlafzimmer direkt in unsere.  Ein Genre, das zwar auch auf Melodien und stilistischen Elementen  beruht, aber eben viel mehr auf ihren charakteristischen  fatalistisch-feierlichen Zugang zum Songwriting.

Die  Songs auf Michelle Gurevichs sechstem Album, Ecstasy in the Shadow of  Ecstasy, handeln von einem unendlichen Verlangen und eröffnen neue  Räume, um sich roh und verletzlich zu zeigen. Die wiederkehrenden Themen  des Albums sind das Streben nach und Erinnern an Euphorie, Lebenskunst  und -lust, romantische Freundschaften und unbetretene Wege. Dekadent,  dramatisch, ernsthaft - alte Keyboards und Synthesizer schaffen eine Art  einsamer Interpretation eines großen Gefühls, während die Stimme im  Vordergrund von Themen erzählt, die irgendwo aus dem Gemenge des  europäischen Chansons stammen.

Zwischen  diesen nostalgischen Motiven und einer überraschenden Aufrichtigkeit  zeigen sich Gurevichs Songs tragikomisch, getrieben von Melodien,  sentimental und umhüllt von einem schattenhaften Glamour. Ihre intimen  und rauchigen Balladen kombinieren mit ihren beißenden, fatalistischen  Texten Humor mit düsterem Realismus.