Mi., 05. Okt.

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Milla Club

DAGOBERT

Bonn Park Tour 2022 presented by MusikExpress, ByteFM, GUSTO

DAGOBERT

05. Okt., 20:00

Milla Club, Holzstraße 28, 80469 München, Deutschland

TICKETS

Dagobert  hat einen Lauf. Ein gutes Jahr nach seinem so breitgefächerten wie  persönlichen Album „Jäger“ legt der Schweizer Chansonnier mit seinem  fünften Werk „Bonn Park“ Zeugnis eines durch und durch inspirierten  Künstlers ab. Er erzählt seine Geschichten über aussichtslose  Beziehungen diesmal mit so viel Humor und Gefühl, dass sich jede und  jeder darin wiederfinden wird. Mit „Ich Will Ne Frau Die Mich Will“ und  „Du Fehlst Mir“ liefert er zudem Hits, die in jeder sinnvollen Welt  monatelang an der Spitze der Charts verharren müssten.

Die  Entstehung des Werkes allerdings erstaunt. Knapp die Hälfte der Songs  wurde nämlich schon während der letzten beiden Albumaufnahmen zusammen  mit Produzent Konrad Betcher aufgenommen, dann aber wieder aussortiert.  Tatsächlich ist „Bonn Park“ für Dagobert-Verhältnisse schon fast ein  Gute-Laune-Album und das obwohl in jedem einzelnen Song inhaltlich stark  gelitten wird. Die mitreissenden und schwelgerischen Arrangements  lassen das zwar nie vergessen, aber sie machen den Schmerz überaus  geniessbar. So unterhaltsam war Dagobert noch nie.

Mit  „Ich Verlasse Dich“ und „Alle Träume Müssen Sterben“ startet „Bonn  Park“ mit zwei klassischen Dagobert-Hymnen, deren gnadenlose Direktheit  und sphärische Traurigkeit uns sofort in das von aller anderen Musik so  weit entfernte Dagobert-Universum saugen. In diesem werden wir noch  durch traumhafte Musiklandschaften geführt, verneigen uns vor dem einzig  wahren Gott aus Dagoberts Kindheit „Uli Jon Roth“ und können in  „Unteilbar“ erstmals zu einem Dagobert-Song moshen. Die musikalischen  Einflüsse für dieses Album sind also wieder einmal ausgesprochen divers  und reichen von Wendy Carlos bis Vin Diesel. Aber was hat es  eigentlich mit dem Albumtitel auf sich? Bonn Park ist ein bekannter  Theaterregisseur und ein enger Freund Dagoberts. Er schrieb das  Albumfinale „Kometenlied“ einst für seine Oper „Drei Milliarden  Schwestern“, in welcher auch Dagobert mitwirkte. Aber warum heisst das  ganze Album so? „Weil es sich nett anhört und ansonsten keinen Sinn  macht.“ Bonn Park ist also eine Ansammlung von eher zufällig  zusammengewürfelten Songs. Anfühlen tut es sich aber wie das genaue  Gegenteil. Wie aus einem Guss und äusserst kurzweilig kommt das fünfte  Dagobert-Album daher und wird mit seiner geschmackvollen Einfachheit und  seinem mitreissenden Pathos nicht nur jetzt schon eingefleischte  Dagobert-Fans begeistern.